Bürger und Unternehmen für Erhaltung der Natur und umweltverträgliches Bauen


 

Herzlich Willkommen auf der Seite der "Interessengemeinschaft zum Schutz der Allee am Kiekebuscher Weg".

 

30.08.2011 - Aus aktuellem Anlass:

 

Die Bürgerinitiative „Kiekebuscher Weg“ zum aktuellen Entwurf der Stadt
zum TOP3 der Sonderausschußsitzung Bau&Verkehr&Umwelt in Cottbus am 30.08.2011

 

Woran ist das Planfeststellungsverfahren 2009 gescheitert?
Hat die Stadt den Auftrag zur Zusammenarbeit mit den Bürgern ernst genommen?
Die Missachtung des Eingriffsvermeidungsgebotes in LSG, FFH-Gebiet und geschützte Allee durch die Planung der Stadtverwaltung hat 2009 zu massivem Einspruch der Anlieger geführt. Im Erörterungstermin am 22.09.09 wurde die Stadtverwaltung beauftragt, die Vorschläge der Bürgerinitiative „Kiekebuscher Weg“ zu berücksichtigen und mit den Bürgern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das erfolgte 2010 nur noch halbherzig. 2011 hat die Stadtverwaltung Planungsvorschläge und Abstimmungen bewusst hinter dem Rücken der Bürger betrieben und verweigert die Übergabe von Entwurfsunterlagen, um eine kritische Prüfung zu unterbinden.

Hat die Stadtverwaltung Vorschläge der Bürgerinitiative berücksichtigt?
In Abschnitt 1 (Madlower Kreuzung bis Rasenweg) und Abschnitt 3 (Mühlgraben bis Spree) wurden Planungsvorschläge der Bürgerinitiative berücksichtigt.
Im Kernabschnitt 2 (Rasenweg bis Mühlgraben) betreibt die Stadtverwaltung weiter o h n e  technisches Erfordernis und  g e g e n  den erklärten Willen der Anlieger die Verbreiterung der Straße und die Zerstörung der 80-jährigen Eichenallee.

Ist die grundhafte Erneuerung der Straße notwendig?
Die Anlieger bestreiten das. Grundhafter Ausbau ist nicht zwingend notwendig und verteuert das Vorhaben unnötig. Die Stadtverwaltung verweigert die Prüfung der dafür vorgeblich vorhandenen Beweise durch die Bürgerinitiative.

Müssen die Alleebäume für eine grundhafte Erneuerung gefällt werden?
Ausdrücklich NEIN. Der Erhalt der Allee ist selbst bei grundhaftem Ausbau möglich – vorausgesetzt man beschränkt sich auf eine Straßenbreite von 6m wie bisher und wie in Abschnitt 1 inzwischen ohnehin vorgesehen. Das Märchen von den „Flachwurzlern, die ihre Wurzeln unter die Straße schieben“ ist eine freie Erfindung. Probegrabungen haben - wie zu erwarten war - keine behindernden Wurzeln gezeigt.

Ein Rad- und Gehweg im Mittelabschnitt  o h n e  die Alleebäume zu fällen?
Ausdrücklich JA. Die Bürgerinitiative hat einen alternativen Planungsvorschlag vorgelegt. Die Eigentumsfragen dazu sind durchgängig gelöst. Die Stadtverwaltung hat die technischen Lösungsvarianten dafür nicht ernsthaft untersucht. Die Bürgerinitiative wird nun weitere Vorschläge vorlegen um die Anforderungen der Feuchtwiese zu berücksichtigen.

Muss der Rad- und Gehweg auf die Erneuerung der Straße warten?
Der Bau des Rad- und Gehweges ist dringender als die Erneuerung der Straße. Wird den Vorschlägen der Bürgerinitiative gefolgt, kann der Rad- und Gehweg in Abschnitt 2 und 3 kurzfristig errichtet werden  o h n e auf die Erneuerung der Straße zu warten.

Fazit und Bitte an die Abgeordneten
Bitte verhindern Sie eine erneut nicht genehmigungsfähige Planung.
Bitte verhelfen Sie den Bürgern rasch zu dem schnell realisierbaren Rad- und Gehweg
Bitte veranlassen Sie die Stadtverwaltung, das Eingriffsvermeidungsgebot zu achten und mit den Bürgern zusammenzuarbeiten.

 

Cottbus, 30.08.2011                                     
Bürgerinitiative
       O.Hirsch      M.Teichmann      Dr. P. Hemmann        U.Ring

 

 

 

Wer sind wir und was ist unser Anliegen?

Mehr als 130 geschützte Alleebäume sollen einem unnötigen Straßenneubau zum Opfer fallen.

Bürger, Betroffene und ein ortsansässiges Unternehmen finden sich zusammen, um die Zerstörung unserer Umwelt zu verhindern und um Vorschlägen für bürgerfreundliches und umweltverträgliches Bauen Gehör zu verschaffen.

 

Der "zdf-blickpunkt" vom 25.10.2009 zeigt eindrucksvoll, wie Land und Stadt heutzutage den Alleenschutz interpretieren und stellt unsere Initiative vor.

 

 

Die Stadt Cottbus als Bauträger der Landesstraße L50 plant den vollständigen Kahlschlag der geschützten Eichenallee am Kiekebuscher Weg – die Vernichtung von 50 Bäumen am Kiekebuscher Weg und nochmals 84 Bäumen in der Folgeetappe durch die Ortslage Kiekebusch hindurch. Mehrere Bäume wurden bereits 2008/2009 gefällt – eine Genehmigung tauchte mit einjähriger Verspätung auf, mindestens in einem Fall kann überhaupt keine Genehmigung nachgewiesen werden.

 

 
Plan & Alternative: geplante Wegeführung durch die Spreeaue bei Abholzung der Allee und alternative Führung des Radwegs bei Erhalt der Allee
 
Lage der südlichen Spreeaue im Biotopverbund Spreeaue

 

 

Kritik des geplanten Neubaus

Die Bauplanung greift in das hochsensible FFH Naturschutzgebiet Biotopverbund Spreeaue ein. Die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung ist als „nicht erforderlich“ unterlassen worden – nachdem die Vorprüfung geschützte Tier- und Pflanzenarten „übersehen“ hat obwohl sie von Anwohnern wiederholt gesichtet wurden.
Diese Vorgehensweise ist ungesetzlich.

 

Im Planfeststellungsverfahren wird verschwiegen, dass mit der Inbetriebnahme der Ortsumgehung Cottbus ab 2012 und weiter ab 2015 das Verkehrsaufkommen am Kiekebuscher Weg um die Hälfte zurückgehen wird,

Verlauf der Ortsumgehung Cottbus, Quelle: Lausitzer Rundschau 23.10.2008

 

so dass der geplante Straßenneubau mit Verbreiterung um 50cm gar nicht erforderlich ist sondern die Sanierung der bestehenden Straße den wirklichen Bedarf vollwertig deckt.
Das nennen wir: Verschwendung öffentlicher Mittel.
Nebenstehend sehen Sie die geplante Ortsumgehung , Quelle ist die Lausitzer Rundschau vom 23.10.2008.

 

Die Zerstörung der Allee kann verhindert werden, wenn anstelle des unnötigen Straßenneubaus die Sanierung der Straße in offener Bauweise mit vollbituminösem Oberbau ohne befestigte Bankette erfolgt, und wenn der >> Rad- und Gehweg auf einer alternativen Route geführt wird.

 

Um die Zerstörung der Allee zu verhindern, bietet die Firma STG als ortsansässiges Unternehmen an, den neuen Rad- und Gehweg überwiegend auf ihrem eigenen Gelände aber hinter den historischen Alleebäumen selbst zu errichten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Auf dieser alternativen Route kann ein wirklich nutzerfreundlicher Weg entstehen: neben Bäumen und Priorgraben, statt neben Fahrzeugen und Auspuffgasen. Dieser Vorschlag ist mit den Planern für die Renaturierung des Priorgrabens bereits einvernehmlich abgestimmt. Die Stadt Cottbus ignoriert den Vorschlag, um ihre eigene Planung nicht in Frage zu stellen.

Zu den Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens liegen mindestens 4 offizielle Einwendungen von Anliegern am Kiekebuscher Weg vor.

Es liegen Unterschriftenlisten vor mit dem Widerspruch von 60 Betriebsangehörigen der Firma STG.

Es liegen Unterschriftslisten vor mit dem Widerspruch von über 100 Anliegern und Betroffenen bis zu Angehörigen der Kirchgemeinde. >> Dokumente

Höchstmögliche öffentliche Aufmerksamkeit wird erforderlich sein, um eine verantwortungslose Zerstörung der Umwelt zu verhindern.

Bitte helfen Sie uns: Machen Sie durch Ihre >> Meinungsäußerung sichtbar, dass Bürger nicht hilflos zusehen, wenn ihre Umwelt durch einen unnötigen Straßenneubau zerstört wird.

Sumpfdotterblume   Eisvogel
In unmittelbar angrenzendem Naturschutzgebiet anzutreffende und durch den Kahlschlag bedrohte Arten: Eisvogel und Sumpfdotterblume
Dieses Bild basiert auf dem Bild Caltha palustris aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Ich.
 
Dieses Bild basiert auf dem Bild Alcedo atthis 2 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Lukasz Lukasik.